Was ist Improtheater


Wenn Darsteller ohne Text auf die Bühne gehen und mit Hilfe der Ideen des Publikums Szenen entstehen lassen, die es bis dahin so noch nicht zu sehen gab - dann ist es zu früh für die Premiere... oder Impro-Theater.

 

Impro-Theater lebt von der Lust daran, sich auf etwas Unbekanntes einzulassen. Dadurch wird es zu einer in jeder Hinsicht einmaligen Angelegenheit - sowohl für die Darsteller, als auch für das Publikum.

 

Meist werden kurze, knackige Szenen zum Besten gegeben. Daneben gibt es auch Lang-Formen, bei denen sich ein roter Faden durch die ganze Show zieht.

 

Je nach Format einer Szene hat das Publikum unterschiedliche Möglichkeiten, durch Zuruf von Ideen interaktiv mitzubestimmen, was auf der Bühne passieren wird.

 

Ein Beispiel: Das Format "Eine Szene mit acht Gefühlen" wird einer Improvisation zugrunde gelegt. Das Publikum gibt nun die acht Gefühle vor, die in der Szene vorkommen sollen. Weiterhin bestimmt das Publikum den Rahmen für die Szene, beispielsweise durch die Wahl eines Ortes, an dem die gesamte Szene statt finden soll.

Je nach Formate ist das Publikum unterschiedlich stark eingebunden - und letztlich verantwortlich für die Szenen.

 

Impro-Theater ist also Theater ohne Netz und doppelten Boden. Dabei können natürlich Szenen entstehen, die die Welt nicht gebraucht hätte. Zum Glück kommt es auch zu atemberaubenden Momenten, die kein Regisseur trefflicher inszeniert hätte.

 

Das Risiko des Scheiterns, auf das sich die Darsteller immer wieder einlassen, macht den Zauber des Augenblicks aus, in dem es heißt: Bühne frei für den Reigen der Uraufführungen!